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Monophobie ist die pathologische Angst, allein zu sein oder allein gelassen zu werden. Sie geht weit über ein normales Unbehagen mit Einsamkeit hinaus: Betroffene können Wohnungen nicht alleine betreten, schlafen nicht ohne Anwesenheit anderer, vermeiden jede Situation, die sie ohne menschliche Gesellschaft lässt – und erleben in solchen Momenten intensive Panikattacken, das Gefühl drohender Gefahr oder des Kontrollverlusts. Ursächlich sind häufig frühe Bindungstraumata, Vernachlässigung oder bedrohliche Erfahrungen in Alleinheit (z. B. Einbruch, Angriff). Für die Thrillerliteratur bietet Monophobie eine besonders perfide Täter-Opfer-Dynamik: Ein Täter, der weiß, dass sein Opfer panisch auf Alleinsein reagiert, kontrolliert es nicht durch physische Einschränkung, sondern durch die Manipulation seiner sozialen Umgebung. Wer alle Bezugspersonen systematisch eliminiert oder isoliert, muss die Monophobe nie anfassen, um sie zu brechen. Gleichzeitig funktioniert Monophobie als Handicap einer Hauptfigur in klassischen Isolation-Thrillern – ein beängstigendes Paradox, wenn gerade die Einsamkeit die einzige Rettung wäre.